Das SCHULPROJEKT „APROHUM-ECODEV / BOMA-MAYOMBE“ im Kongo

Als „Hilfswerk für die Schulungsförderung zur ganzheitlichen Entwicklung und zu den Menschenrechten“ ist „APROHUM-ECODEV / Boma-Mayombe“  seinem Ziel treu geblieben. Auch im Schuljahr 2012-2013 wurden wieder die bedürftigen Schüler, Waisen und Studenten unterstützt. Trotz knapper Finanzmittel hat das Hilfswerk versucht, in diesem Schuljahr nicht nur zur logistischen Unterstützung der auszubildenden Jugend, sondern auch zu kleinen Verbesserungen der Lebensbedingungen der Bevölkerung und der Förderung der  Menschenrechte in der Region beizutragen.

Das Schulprojekt besteht aus vier Teilen: Schülerunterstützung (seit 1992- 1993), Gärten (seit 2008),  Ananasanbau (seit 2010) und Brunnenaufbau (seit 2012). Bis heute lebt das Projekt von den Wohltaten der Spender und dem Erlös der Gärten. Angesichts der sozio-politisch schwierigen Lage im Kongo bleibt die Unterstützung der bedürftigen Schüler, Waisen und Studenten die größte Sorge des Projektes. Dank weiterer Spenden und Erlöse der Gärten ist APROHUM-ECODEV in 2013 in der Lage gewesen, weitere 80 Schüler und Studenten zu unterstützen.

Im Schrebergarten werden verschiedene Gemüse angepflanzt, Kohl, Tomaten, „Biteko-teko“, Zwiebeln, Spinat, Pfeffer, Paprika. Während das Gemüse sofort nach der Ernte in der Stadt Boma verkauft wird, soll das Obst dank unserer Saftpresse bald zu Saft verarbeitet werden. Unter der Initiative von Adolphine Umba Kambu, der Stellvertreterin des gesamten Schulprojektes APROHUM-ECODEV/Boma-Mayombe, zählen  u.a. Mais, Maniok und Erdnüsse ab dem Schuljahr 2013-2014 zu den weiteren Kulturpflanzen des Projektes.

Der Aufbau des ersten Brunnens, begonnen in 2012 unter der Leitung von Ir. Roger Nsuka Mavungu und Herrn Biyoko, wird durch Spenden aus München finanziert. Der Brunnen dient vor allem den Schülern der Grundschule E.P. Ste Marie von Luangu-Mavuadi in der Diözese Boma und dann den Bewohnern des Dorfs Luangu-Khene.

Da wir sobald wie möglich eine langfristige Selbsthilfe mit vorhandenen Ressourcen ermöglichen wollen, konzentrieren sich alle Freundeskreismitglieder aus Deutschland auf die Spenden-Sammlungen zur Anschaffung einer Saftpresse. Vor Ort im Kongo bemühen sich die Vorstandmitglieder und einige Wohltäter um die Vorbereitung für die baldige Installation der Anlage. Sie kümmern sich um Strom und weiteres nötiges Material. In der Zwischenzeit wird der Ananasanbau weiter gepflegt, was die Konzentration fast aller logistischen und finanziellen Energien des Hilfsprojektes verlangt.

Unterstützung erfährt das Schulprojekt von Mitgliedern der Pfarrei „Zu den heiligen Zwölf Aposteln“ in München/Laim unter der Leitung von Pfarrer Georg Neumaier seit 2007, von Mitgliedern der Herz-Maria-Bruderschaft aus München unter der Leitung von Antonie Wilken seit 2010 und von einigen persönlichen Freunden und Bekannten darunter Bernd Wilken.

Die erste entscheidende Spendenaktion zur Anschaffung einer Ananassaftpresse wurde am 22./23. September 2012 in der Pfarrgemeinde St. Margaret am Harras in München unter der Schirmherrschaft von Dekan Pfarrer Franz Frank organisiert. Eine gesonderte Kollekte bei allen Messen der Abschiedsfeier (von Pfarrer Mavungu), der Erlös eines Empfangs nach der Hauptmessefeier und einige individuelle Spenden haben diese große Aktion unterstützt. Unter der Initiative von Anton Hattensperger, Familie Nöscher und Roswitha Schäffner wirkt seit August 2012 ein Spendenkreis in Bayern, besonders in Taufkirchen. In Pfarrverband Taufkirchen wurden Vorträge im November 2012 und im April 2013 und Spendenaktionen am 5. Mai 2013 mit großer Kollekte bei einer von afrikanischen Chören gestalteten Messe von Anton Hattensperger und Roswitha Schäffner gemeinsam mit den Familien Petri und Bart (Claudine und Rudi & Gerti und Karl) unter der Schirmherrschaft von Pater Adam organisiert. Im Juni 2013 gab es eine weitere Aktion. Von verschiedenen Mannschaften wurden Fußballtrikos gesammelt. Der Frauenarbeitskreis aus Moosen spendete Geld, eine Familie aus Moosen spendete Stoff für Kleidung.

Da Pfarrer Mavungu, der Vorsitzende des Schulprojektes APROHUM-ECODEV/Boma-Mayombe, die Möglichkeit erhielt, als Seelsorger im Bistum Fulda tätig zu sein, hat sich auch hier spontan ein Freundeskreis gebildet. Er formierte sich in Bad Salzschlirf unter der engagierten Leitung von Walter Otterbein. Mittlerweile gab es zwei besondere Aktionen in der St.Vitus-Gemeinde, deren Erlös an das Hilfsprojekt geht: Die Krippenaktion unter der Initiative von Elmar Post und Christian Bornträger in Dezember 2012 und ein Benefiz-Konzert des Singkreises St. Vitus am 30. Dezember 2013.

Auch vor Ort ging es voran. Im Januar 2013 besuchte Michael Stadler, Fruchtmeister und Brauer aus Piding in Bayern,  gemeinsam mit Pfarrer Mavungu den Kongo, um einen Eindruck von dem Projekt zu gewinnen. Der Empfang des Vorstandsteams unter Leitung von Adolphine Umba Kambu war eine entscheidende Phase zur Entwicklung des Saftpresseprojektes. Die Unterstützung von Bischof Cyprien Mbuka Nkuanga von Bistum Boma, bei dem Michael Stadler und Pfarrer Mavungu zu Besuch waren, machte noch mehr Mut. Der Bischof sicherte eine gute Zusammenarbeit zu.

Bei all diesen Aktionen ist die Frage nach der Sammlung und Verwendung des Geldes entscheidend: wie viel Geld wird gesammelt und wie wird das gespendete Geld verwendet?  Die Antwort findet sich in der nachfolgenden Aufstellung (s. Seiten 14/15) 

So spreche ich im Namen unseres Vorstandes all unseren Wohltätern meine herzliche Dankbarkeit aus. Möge der liebe Gott Ihnen alles vergelten und Sie durch die Fürsprache unserer lieben Mutter Maria behüten und segnen.

Ihr Pfarrer Floribert Mavungu-ma-Nlandu