Aktuelles 2020

Unter dem Button links  "aktuelle Woche" finden Sie die aktuelle Gottesdienstordnung, unter dem Button "Terminkalender"

die aktuellen Termine.

 


Ein Abend zum Psalm 23 

im Bad Salzschlirfer Kurpark

 


 Impressionen vom Gottesdienst "Außer der Reihe" am 27. Juni 2020

Der Iraner Said erzählte, wie er zum christlichen Glauben gekommen ist.


Nachruf

Wir trauern um Herrn

Werner König

16. November 1950 

20. Mai 2020

Er gehörte 25 Jahre lang dem Pfarrgemeinderat an, viele Jahre davon war er im Vorstand tätig. 

Darüber hinaus war er ein nicht wegzudenkender Helfer in unserer Pfarrei, sei es beim Pfarrfest, bei Wallfahrten, bei ökumenischen Gottesdiensten, beim Krippenaufbau, in der Pfarrbrief- und Homepage-Redaktion und an der Mariengrotte.

Sein plötzlicher Tod trifft uns zutiefst, da wir mit ihm einen liebenswürdigen und liebenswerten Menschen aus unserer Mitte verlieren.

Der Herr möge ihn mit seiner ganzen Liebe umfangen.

In großer Dankbarkeit

Frank Post           Joachim Hartel           Markus Otterbein

  stellv. Verwaltungsratsvorsitzender        Pfarrer           Sprecher des Pfarrgemeinderates 

  


 Impression vom Gottesdienst '"Außer der Reihe" am 30. Mai


   Impressionen von Christi Himmelfahrt


  Fulda, 29. April 2020

Hinweise und Impulse
zur Feier von unter Auflagen öffentlich zugänglichen Eucharistiefeiern
Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Fulda!
In diesen Wochen zeigt sich sehr deutlich: Die Coronakrise wird uns noch über sehr lange Zeit begleiten. Für viele Menschen ist dies eine existenzielle Herausforderung. Mit ihren Vorerkrankungen oder aufgrund ihres Alters gehören sie zur sogenannten Risikogruppe. Andere fürchten um ihren Arbeitsplatz, sind in Kurzarbeit oder haben die Arbeit bereits verloren. Viele sind durch Homeoffice, ausfallende Kinderbetreuung oder zunehmende Spannungen im familiären Bereich herausgefordert. Wieder andere sind als Unternehmer extrem unter Druck. Besonders gefährdet sind Menschen ohne festen Wohnsitz und Menschen auf der Flucht. Mit großer Sorge schauen wir auf die Länder mit hoher Armutsrate und großen Lücken in der Gesundheitsversorgung. Auch für sie tragen wir als Kirche Mitverantwortung, was sich vor allem im Engagement unserer Hilfswerke zeigt. „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi.“ Was das Zweite Vatikanische Konzil als den Anfang seiner Pastoralkonstitution formuliert, will die Grundmelodie jeder christlichen Existenz sein. Insofern ist das, was wir in diesen Wochen erleben, bei aller Dramatik auch eine Einladung, neu in eine Schule des Hörens, des Sehens und des Fühlens zu gehen.
 
Angesichts aller Grenzen, die wir derzeit erfahren, bin ich zusammen mit vielen Menschen sehr dankbar für die Kreativität und das Engagement, das sich in diesem Frühjahr zeigt: Nachbarschaftliche Hilfe, Gabenzäune, Briefe an Vereinsamte, Gebetszeiten in Häusern, Beziehungspflege via Internet, neue Formate der Verkündigung und des Gebetes und vieles mehr. Was hier erfahrbar wird von Mensch zu Mensch, das zeigt sich als ein Reichtum, der auch weit über die Krise hinaus Relevanz hat. Diese Schätze gilt es zu würdigen und miteinander zu überlegen, wie sie dauerhaft unsere Gesellschaft und un-sere Kirche bereichern können. Ich trete sehr dafür ein, diese neu entdeckten Formen der Pastoral auch weiterhin zu pflegen, wenn sich gezeigt hat, dass sie Menschen „trotz allem“ intensiv mit dem Gott des Lebens in Kontakt gebracht haben.
 
Nun stehen wir vor der Situation, in einigen Tagen wieder in eingeschränktem Maße öffentlich zugängliche Gottesdienste zu ermöglichen. Das bislang bestehende Verbot hat bei Gläubigen sowohl Verständnis als auch Kritik ausgelöst. Ich bin sehr dankbar, dass es nun – bei allen Fragen, die bleiben – gelungen ist, zusammen mit der hessischen und der thüringischen Landesregierung einen Weg der vorsichtigen Öffnung zu finden. Die Gespräche in den vergangenen Tagen auf Regierungsebene waren von wechselseitigem Verständnis und Vertrauen sowie von Umsicht und großer Sensibilität für die Belange des kirchlichen Lebens geprägt. Die Verantwortung für alle Beteiligten ist sehr hoch. Sowohl die allgemeinen Regelungen als auch das Verhalten der Einzelnen haben Auswirkungen auf das Wohl Dritter und das Gemeinwohl. Weiterhin besonders betroffen sind all jene, die zu den sogenannten Risikogruppen gehören.
 
Viele von uns haben erlebt, was es bedeutet, über Wochen und insbesondere über das Osterfest hinweg keine Gottesdienste besuchen zu können. Der Schmerz kann auch verstanden werden als Hinweis darauf, wie wertvoll das ist, was uns jetzt fehlt. Andere haben die Sorge: Wie wird das jetzt, wenn einige von uns in die Kirche zum Gottesdienst können und andere nicht? Was löst das bei denen aus, für die ein Gottesdienstbesuch gesundheitlich zu riskant ist oder die wegen der begrenzten Zahl der Mitfeiernden keinen Zutritt haben? Wir ahnen die Spannungen, die mit einer eingeschränkten Öffnung verbunden sein können. Wir haben – wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch – die Sorge, dass die Solidarität, die wir in den letzten Wochen erfahren haben, jetzt wieder auseinanderbrechen könnte. Denn Krisen können Solidarität fördern, genauso aber auch Zentrifugalkräfte verstärken. Beides erleben wir aktuell gleichzeitig.
 
Hier sind wir als Kirche in besonderer Weise gefordert. So betont das Zweite Vatikanische Konzil: „Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ Auch wo uns der unmittelbare Zugang zu den Sakramenten fehlt, sind wir berufen, die Kirche als Sakrament der Gegenwart Gottes in dieser Welt zu leben. Nicht zu-letzt bezeugen wir die Gegenwart da, wo wir in einer Haltung der Solidarität mit den aktuellen Herausforderungen umgehen.
 
Wir stehen mitten in der Osterzeit. Die Evangelien erzählen von der Begegnung mit dem Auferstandenen beim Brotbrechen und Mahlhalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass uns der Herr in unserer jetzigen Situation, die uns alle stark herausfordert, auf unge-wohnte, radikal neue Weise sein Mahl bereiten möchte. An jenem nachösterlichen Morgen, als der Auferstandene am See erschienen ist, ist ER zunächst aufmerksam für die leeren Netze der Fischer und lädt sie wenig später ein, ihre Fische mit zum Mahl zu bringen (vgl. Joh 21,5-10). Ich glaube, dass das, was wir in diesen Wochen an Mangel und an Reichtum erfahren, unverzichtbar ist an seinem Tisch und für das Leben der Kirche. Feiern wir so in einer erneuerten Haltung Eucharistie – ob in der Kirche oder in der Mitfeier via Livestream von zuhause aus. Fragen wir uns an beiden Orten:
 
• Wessen konkrete Not berührt mich im Herzen und welche Folgen hat das für mich?
• Für welche Gaben, für welche Initiativen in diesen Tagen will ich dem Herrn danken?
• Mit wem teile ich ganz konkret Zeit, Aufmerksamkeit, materielle Hilfe, Gebet?
• Gibt es jemanden, dem ich möglicherweise den Vortritt lassen sollte bei der Feier der Eucharistie – angesichts begrenzter Platzkontingente?
• Wie zeige ich meine Solidarität mit jenen, die nicht zur Kirche kommen können?
• Wie konkretisiert sich meine Gottesdienstgemeinschaft, ohne gemeinsam in der Bank sitzen zu können?
 
Ich hoffe und bete dafür, dass uns als Kirche ein Weg der Solidarität gelingt zwischen jenen, die in den Kirchen feiern, und jenen, die von zuhause aus mitfeiern. Seien wir solidarisch gerade auch mit jenen, denen unsere Glaubensfragen fremd sind und die möglicherweise mit sehr existenziellen Herausforderungen zu ringen haben.
 
Ich danke allen, den Priestern, Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen, die dafür sorgen, dass die Feier der Eucharistie und dass die Vielfalt gottesdienstlicher Feiern in diesen Wochen möglich ist – und dass unser gottesdienstliches Leben mit der Sorgen um unseren Nächsten verbunden bleibt.
 
Ich bitte all jene, die jetzt in unsere Kirchen kommen, sowie diejenigen, die es noch nicht können, um ein weites Herz, um Nachsicht, Verständnis und Geduld angesichts der Herausforderungen. Ganz besonders aber schließen wir jene ins Gebet ein, die Gründe haben, auch weiterhin nicht in unsere Kirchen zu kommen und die darunter leiden.
 
„Empfangt, was ihr seid: Leib Christi“, so sagt es der Heilige Augustinus. Wir dürfen hoffen, dass der Herr selbst uns in diesen Wochen und Monaten als Kirche formt zu dem, was wir ersehnen. Ein Gedicht eines jungen Salesianers in Sannerz hat mich in diesen Tagen sehr berührt.
 
Eucharistie 
das ist das Wesen
des Christseins 
das heißt eintauchen
in das 
Geheimnis 
der Liebe, die Mensch wird
zusammen 
mit Christus 
Brot 
werden 
für die Welt
für die Hungrigsten und Schwächsten
(Josua Schwab SDB)

 

So grüße ich Sie, im Gebet verbunden,
Ihr Dr. Michael Gerber. Bischof von Fulda
 

Fulda, 22. April 2020

Liebe Mitbrüder, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst,

liebe Verantwortliche im Ehrenamt,

in dieser zweiten Osterwoche senden wir Ihnen herzliche Grüße aus Fulda! 

Hinter uns allen liegt ein sehr eigen-geprägtes Osterfest. Viele für unseren Glauben sehr wichtige Elemente, insbesondere die gemeinschaftlich gefeierten Gottesdienste, haben gefehlt. Dafür ist auf andere Weise mit großer Energie und Kreativität vieles entstanden. Uns berührt, was wir über den Pressespiegel und durch das Zeugnis Einzelner von dem erfahren haben, was vor Ort auf der Ebene der Gemeinden und Kliniken, der Altenheime, Gefängnisse und weiterer Einrichtungen entwickelt wurde. Dankbar sind wir auch für Initiativen, die Menschen geholfen haben, in ihren Häusern das Osterfest mitzufeiern. Vielen herzlichen Dank dafür! Hier wird die „Neuheit des Lebens“ (Röm 6,4), die wir an Ostern feiern, spürbar. Möge viel von dieser Kreativität auch künftige Zeiten prägen. 

Jetzt liegt der „Weiße Sonntag“ hinter uns. Für viele Kinder – so haben wir es auch im direkten Kontakt mit einigen Familien von Erstkommunionkindern erfahren – war es eine sehr schmerzhafte Erfahrung, dass die Kommunionfeier auf noch unbe-stimmte Zeit verschoben werden muss. Auch für viele von Ihnen, die Sie seit Mona-ten viel Energie in die Erstkommunionvorbereitung gesteckt haben, wird es eine durchwachsene Erfahrung gewesen sein. Es berührt uns, mit welcher Kreativität Sie an vielen Orten versucht haben, mit den Erstkommunionkindern den Kontakt zu hal-ten, sie durch ein Zeichen spüren zu lassen: Wir denken an Euch, wir sind miteinan-der verbunden. Wir dürfen darauf vertrauen, dass solche Zeichen ein Schatz sind, den die Kinder in ihrer Seele mittragen werden. Vielen Dank für Ihren Einsatz! 

In den zurückliegenden Wochen sind Sie auf unterschiedliche Weise sehr gefordert worden. Planen Sie, so gut es geht, jetzt auch Zeiten der Regeneration ein. Wir alle werden weiter Kraft und einen langen Atem brauchen. Die Corona-Zeit entpuppt sich doch als längere „Marathonstrecke“. Gleichzeitig wissen wir, dass der Aufer-standene weiter mit uns auf dem Weg ist. Für ihn ist unsere momentane Erfahrung kein Hindernis zu handeln. So führt uns die aktuelle Situation zu der Frage: Welche geistliche Aufgabe stellt Gott uns durch diese Corona-Herausforderung? Wie möchte er, dass wir durch diese Situation auf unserem Weg mit Ihm wachsen? 

Auch in den nächsten Wochen brauchen wir Kraft, Nerven und Gottvertrauen, um Herausforderungen bewältigen zu können. Es wird immer wieder weitere Entwick-lungen geben, z.B. die sich jetzt anbahnende Regelung für das Feiern von öffentlich zugänglichen Gottesdiensten unter Auflagen. Sobald es diesbezüglich neue Entwick-lungen gibt, informieren wir Sie zeitnah. 

Ihnen allen Gottes Schutz und reichen Segen! 
Ihre 
Dr. Michael Gerber         Prof. Dr. Karlheinz Diez 
Bischof von Fulda             Weihbischof

Einladung zur geistigen Kommunion

Momentan ohne...

...so ist zur Zeit die Anweisung vom Bistum bezüglich öffentlicher Eucharistiefeiern und das sicherlich auch aus gutem Grund. Trotzdem fällt es uns schwer ganz auf die Eucharistie zu verzichten. Deshalb heute eine Einladung zur geistigen Kommunion. Sie ist wenig bekannt und noch weniger in Übung. Doch sie ist eine wunderbare Erfindung des heiligsten Herzens Jesu, eine gewaltige Macht der geistigen Welt, ein wunderbares Mittel zur innigen Vereinigung mit Christus. Die geistige Kommunion ist der Genuss des Leibes Christi durch den Glauben, durch das Verlangen, durch den Willen, d.h. allein durch den Geist. 

Schau aus Deinen Fenstern und suche die nächstgelegene Kirche. Wende Dich im Gebet in Richtung der Kirche, wo der Leib Christi im Tabernakel auf Dich wartet und Deine Worte auch über Kilometer glasklar hört. 

Challenge für "Todesmutige": Mach einen Spaziergang und besuche Jesus in der Kirche (aus Compassion vom 15.03.20). Nutzen wir die Zeit, um uns ganz bewusst zu machen, welchen Schatz wir in der Eucharistie haben. Wenn sie uns nun für eine gewisse Zeit vorenthalten wird, können wir durch diese „Fastenübung“ unsere Beziehung zum Herrn vertiefen, ihm auf geistigen Weg suchen und begegnen. Vertrauen wir auf den Herrn, der uns zuruft: 

"Bleibt bei mir, dann bleibe ich bei euch!" 

(Vera Schöppner, Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Goar, Flieden) 

  

Gebet zur geistigen Kommunion von Ptr. Pio 

Mein Jesus, ich glaube, dass Du im Allerheiligsten Sakrament des Altares zugegen bist. Ich liebe dich über alles und meine Seele sehnt sich nach Dir. Da ich Dich aber jetzt im Sakrament des Altares nicht empfangen kann, so komme wenigstens geistigerweise zu mir. Ich umfange Dich, als wärest Du schon bei mir und vereinige mich mit Dir! Ich bete Dich in tiefster Ehrfurcht an. Lass nicht zu, dass ich mich je von Dir trenne. Amen  

Gebetskette 

Herzliche Einladung, sich abends um 18.00 Uhr jeder bei sich zu Hause und im Herzen verbunden zum gemeinsamen Gebet niederzulassen und so eine Gebetsverbindung herstellen. 

Wir wollen den Engel des Herrn und das nachfolgende Gebet beten. 

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
 

Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
 

Wir beten für alle, die in Panik sind. 

Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen,
 sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. 

Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.  Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, 
was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Wir vertrauen Dir. Danke. Amen.                                                                    Gebet von Johannes Hartl  

 

Angebot eines Beichtspaziergangs 

Pfarrer Hartel bietet an, während eines Spaziergangs, um den nötigen Abstand wahren zu können, das Sakrament der Beichte zu spenden. Termin nach telefonischer Vereinbarung. 

Feiern der Erstkommunion 

Gemäß einer neuen Dienstanweisung von Bischof Dr. Michael Gerber und der Diözesanleitung werden die Feiern der Erstkommunion in den Pfarreien verschoben. Da unter den gegebenen Umständen keine vernünftige Vorbereitung auf den Empfang des Sakraments möglich ist, sollen die Termine auf einen Zeitpunkt nach Sommerferien verschoben werden. Hierzu wird es zu gegebener Zeit Elternabende geben, es erfolgt dann eine Absprache der Geistlichen mit den Familien. Wir wünschen allen Familien trotz allem ein gesegnetes Osterfest und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen. 

Besuche unserer Altersjubilare 

Bitte haben Sie Verständnis, dass auch diese Besuche durch jemanden aus unserem pastoralen Team in der momentanen Situation ausfallen müssen. 

 


   Bischofswort von Bischof Dr. Gerber  

an die Christgläubigen angesichts der Corona-Epidemie

Fulda, am Hochfest des Heiligen Josef, dem 19. März 2020

Liebe Schwestern und Brüder im Bistum Fulda,

durch die aktuelle Krise sind wir zusammen mit Menschen auf der ganzen Welt sehr herausgefordert. Viele von uns trifft dies existenziell, etwa weil sie an Vorerkrankungen leiden oder aufgrund ihres Alters besonders gefährdet sind. Andere machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz oder ihr Einkommen und wissen nicht, wie sie ihren familiären Alltag bewältigen können. Wir erleben derzeit eine höchst widersprüchliche Situation: Vom Verstand her wissen wir, dass wir unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum einschränken müssen. Von unseren Gefühlen her spüren wir dagegen, dass wir – mehr denn je – auf unmittelbare mitmenschliche Kontakte angewiesen sind. Auch vor diesem Hintergrund ist es mir sehr schwer gefallen, bereits am Samstag, dem 14. März, die öffentliche Feier von Gottesdiensten zu untersagen. Viele haben sofort mit Verständnis reagiert, manche haben aber auch andere Gefühle zum Ausdruck gebracht: Trauer, Enttäuschung, bisweilen auch Wut und Ärger. Ich interpretiere das als ein sehr wichtiges Zeichen: Denn diese Reaktionen zeigen, wie wertvoll uns die gemeinschaftliche Feier der Eucharistie ist und wie sehr wir sie gerade jetzt als Kraftquelle ersehnen. Inzwischen geben das auch die notwendigen staatlichen Einschränkungen vor. Nun sind wir herausgefordert, damit zu leben – und das auf unbestimmte Zeit. Eine ganze Reihe von konkreten Regelungen gilt es zu treffen. Dazu habe ich unseren Pfarrern ein eigenes Schreiben zukommen lassen, mit Punkten, die jetzt zu beachten sind. Bei allen Einschränkungen bitte ich nicht nur um Ihr Verständnis, sondern auch um Ihre aktive Unterstützung! Wir sind gefordert, in Solidarität auf vieles zu verzichten, was uns wertvoll ist. Dankbar bin ich allen, die an irgendeiner Stelle im Bistum im Dienst am Nächsten sowie im administrativen Bereich einen sehr großen Einsatz zeigen. Gleichzeitig mit den vielen praktischen Regelungen, die nun Ihren Alltag prägen, stellt sich die Frage: Was bedeutet all das für unseren Weg als Glaubende? Was | 2 | bedeutet all das für unser geistliches Leben? Drei Impulse möchte ich uns heute mit auf den Weg in die nächsten Tage geben. 1. Unsere Kirche lebt von sichtbaren Zeichen. Sie nährt sich aus der Eucharistie. Wir glauben, dass sich uns der Herr in der Gestalt von Brot und Wein schenkt. „Seid, was ihr seht, und empfangt, was ihr seid!“ – so formuliert es der Heilige Augustinus in einer Osterpredigt für Neugetaufte (Sermo 272). Als Kirche sind wir Leib Christi und damit als ein Organismus miteinander vernetzt und aufeinander verwiesen. Was die einen tun, wirkt sich auf die anderen aus. Im Bereich der tätigen Nächstenliebe leuchtet uns das ein: Wo Menschen sich engagieren, kommt dies anderen zugute. Doch das gilt auch für die Feier der Heiligen Messe, für jeden Gottesdienst und auch für das persönliche Gebet. Im Dritten Hochgebet betet der Priester nach der Wandlung: „Beschütze deine Kirche auf ihrem Weg durch die Zeit und stärke sie im Glauben und in der Liebe“ – dann werden Papst, Bischöfe, Priester und das ganze Volk Gottes genannt. Wenn ich jetzt in diesen Tagen hier im Bischofshaus die Eucharistie feiere, dann fühle ich mich besonders mit Ihnen verbunden. Mich haben auch schon eine ganze Reihe von Aussagen von Pfarrern erreicht, dass sie sich während des im kleinsten Kreis gefeierten Gottesdienstes in sehr intensiver Weise mit ihren Gemeinden verbunden wissen. Mancher von uns schaut ja dann sehnsüchtig in Richtung Kirche und denkt: „Da wäre ich jetzt auch gerne dabei.“ Aus dieser Sehnsucht kann ja auch die Gewissheit erwachsen: „Ich bin dabei – nur anders als sonst.“ Unsere Verbundenheit zeigt sich in weiteren Formen, etwa im Beten von Laudes und Vesper. Jeden Tag beten unzählige Menschen auf der ganzen Welt die gleichen Texte. Auch im persönlich gestalteten Gebet können wir die Anliegen der anderen Menschen vor Gott tragen und uns auch so miteinander vernetzen. Für mich selbst ist es in diesen Tagen eine große Inspiration, mich mit anderen Menschen geistlich auszutauschen. Das geschieht vor allem via Internet mit einer entsprechend eingerichteten Gruppe. Wir erzählen einander: Was haben wir heute erlebt? Welche Aussagen und Bilder klingen in uns nach? Was sagt das für meinen weiteren Weg als Christ? Ich lade Sie ein, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten hier kreativ zu werden und solch einen Austausch einzuüben. In den letzten Tagen erzählen mir viele junge Menschen, wie sie sich über Soziale Medien vernetzen, auch um gemeinsam zu beten. Warum nicht jetzt intensiver Telefonate pflegen oder auch eine Telefonkonferenz einrichten lassen? Diejenigen von uns, die nicht so mit der modernen Technik vertraut sind, können sich von Jüngeren unterstützen lassen. | 3 | 2. Der Weg der Nachfolge Jesu ist ein Weg der Solidarität. In der Krise zeigt sich, aus welchen Werten Menschen leben. Keine Frage: Es ist die erste Aufgabe, für den Schutz der mir unmittelbar anvertrauten Menschen zu sorgen. Zugleich sind wir aber auch herausgefordert, uns denen zuzuwenden, die jetzt auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Wer in meiner Umgebung braucht konkrete Hilfe? Wer erfährt seine Einsamkeit jetzt noch stärker als ohnehin schon? Die derzeitigen Maßnahmen schränken die Möglichkeiten deutlich ein, sich unmittelbar zu begegnen. Aber werden wir im Rahmen dessen kreativ, was angesichts der Ausbreitung der Epidemie klug ist! Wem hilft es, dass wir sie oder ihn anrufen? Wer wartet gerade jetzt auf ein längeres Telefonat? Wem könnten wir wieder einmal einen Brief schreiben? Wem kann ich beim Einkaufen helfen? Oder: Wie können wir uns gegenseitig unterstützen, ein geistliches Leben zu Hause zu führen? Vieles ist möglich! Tauschen wir unsere Ideen aus! Wir werden versuchen, über unsere Homepage www.bistum-fulda.de Anregungen und Praxisbeispiele zur Verfügung zu stellen. 3. Wir sind auf dem Weg auf Ostern zu. Wir müssen damit rechnen, dass wir über die Osterfeiertage bezüglich der Gottesdienste eine ähnliche Situation haben werden wie jetzt. Viele fragen sich: Wie kann ich da Ostern feiern, wenn die gewohnten Liturgien so nicht möglich sind? Wir spüren in diesen Tagen stärker: Dass wir als Kirche aus dem Ostergeheimnis leben, ist tief in unserer Seele verwurzelt. Es drängt uns danach, dies auch zu erleben in der Feier der Kar- und Ostergottesdienste. Wir sehnen uns danach, die besonderen Riten des sogenannten Österlichen Triduums, also der Tage von Gründonnerstag bis Ostern, mitzufeiern. Diese Möglichkeit gibt es nur einmal im Jahr – und in diesem Jahr werden wir sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in der gewohnten Weise feiern können. In dieser Situation kam mir der Gedanke: Könnte nicht gerade in dieser Erfahrung ein neuer Zugang zu Ostern liegen? Die Frauen und Männer, die sich damals mit Jesus auf den Weg nach Jerusalem machten, sie hatten ihre klare Vorstellung, wie sie dort in der Tradition Israels das Pessach feiern würden. Und doch: Es kommt alles anders in jener Nacht des letzten Abendmahls. Eben noch war da der schön hergerichtete Festsaal – jetzt finden sich die Jünger in einem dunklen Garten am Ölberg wieder. In dieser Situation stellt Jesus die Frage: „Wen sucht ihr?“ (Joh 18,4) Nicht nur diejenigen, die mit Judas kommen, sondern auch seine Jünger hören diese Frage. Vielleicht haben sie im Stillen gedacht: „Wir hätten dich lieber im vertrauten Umfeld gesucht; beim Pessach-Mahl, wie wir es seit Kindesbeinen an gefeiert haben; am heimatlichen See, mit dem wir selbst im Sturm vertraut sind; auf jeden Fall nicht hier, am Ölberg, in dieser rauen Wirklichkeit, die uns völlig fremd ist.“ Ob diese Frage „Wen sucht ihr?“ nicht gerade auch jetzt, auf dem Weg nach Ostern, | 4 | gilt? Ich bin von einem Auftrag überzeugt, dem wir aktuell unsere ganze Aufmerksamkeit im Gebet und in der konkreten Begegnung mit Menschen in Not widmen sollten: Suchen wir Gott als den, der handelt, auch jenseits unserer Vorstellungskraft! Suchen wir IHN, der sich uns zeigen wird wie damals in der Nacht des Karfreitags, im Aushalten der Leere des Karsamstags und in der langsam wachsenden Zuversicht des Ostermorgens. Ich wünsche uns allen, dass die vor uns liegende Zeit eine Zeit der österlichen Suche wird. Wir wissen nicht, was die kommenden Tage und Wochen noch von uns fordern werden. Aber in aller Not und Dunkelheit wird es dennoch Momente der Auferstehung geben, in denen Gott zu uns spricht: Ich bin der „Ich bin da“ (Ex 3,14) – und in denen uns Jesus als der Auferstandene begegnet, der uns Orientierung gibt: „Ich bin es.“ (Joh 18,5) Wir sind miteinander im Gebet verbunden!

Ihr + Michael Gerber Bischof von Fulda