2017

Fastenessen 2017:

Riz und Informationen aus Burkina Faso

Beim diesjährigen Fastenessen am Misereor-Sonntag kam ein Gericht aus Burkina Faso auf den Tisch.in Pfarrheim. Das afrikanische Land am Rand der Sahel-Zone gilt als eines der ärmsten Länder der Welt und war in diesem Jahr Beispiel-Land der Misereor-Fastenaktion. In einem kurzen Film wurde über ein Projekt aus diesem Land informiert, bevor  Köchin Karin Schütz uns „Riz“, ein Hirse-Gemüsegericht mit Erdnussbutter ,servierte.


50 Jahre Pfarrgemeinderäte in Bad Salzschlirf

Beim Tag der Pfarrgemeinderäte am 23. September 2017 wurde in einer Podiumsdiskussion im Fuldaer Bonifatiushaus auch Rückschau gehalten. 1967 wurden die ersten Pfarrgemeinderäte in unserem Bistum gewählt. Das war Anlass einmal nachzuforschen, wann sich bei uns in St. Vitus der erste PGR koknstituierte. Recht schnell war das Protokoll gefunden. Am Sonntag, dem  3.Dezember 1967, wurde der erste Pfarrgemeinderat von St. Vitus gegründet. Der Pfarrer rief und viele kamen.

15 Personen wurden bestimmt (wie viele Personen sich gemeldet haben, ist nicht mehr bekannt), aber damit nicht genug, 8 zusätzliche Mitglieder wurden entsandt: Kirchenvorstand (heute Verwaltungsrat), Kirchenchor, KAB, Frauengemeinschaft, Küster, Organist, Jugend und Johanna Schmitt als Seelsorgehelferin. Doch das war noch nicht genug, es wurden weitere Personen berufen, unter ihnen, die Oberinnen des Vinzentinerinnen- und Franziskanerinnenordens VdK, jeweils ein Vertreter der Lehrer, der politischen Gemeinde, des Sportvereins, des Turnvereins, der Gästehäuser, der Feuerwehr, der Kurverwaltung und der Chef der Emod. Über 30 Personen wurden zur konstituierenden Sitzung eingeladen.

Erst bei der nächsten PGR-Wahl wurden  12 Mitglieder gewählt und nur noch eine Handvoll weiterer Personen hinzugeladen. Aber was würde der Pfarrer heute wohl für eine Antwort bekommen, wenn er die Vereine und Institutionen ansprechen würde?

50 Jahre später besteht der aktuelle PGR nur noch aus 6 gewählten Personen, aber vielen Helfern im Hintergrund. Mit Ihrer Hilfe wurden alle Ehemaligen und Aktiven des PGR und die gesamte Gemeinde am 3.12.2017 zu einem Festgottesdienst um 14.00 Uhr mit anschließendem Adventskaffee eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen wurde über alte Zeiten aber auch über die Zukunft der Pfarrei philosophiert. 


2018

Diakon Vogel eingeführt

Am Erntedankfest stellte sich  unser neuer Diakon Ewald Vogel der Pfarrgemeinde vor. Er wurde von PGR-Sprecherin Gisela Wycyzk herzlich begrüßt. Der Diakon  versprach, regelmäßig in St. Vitus heilige Messen zu begleiten. In seiner Ansprache ging er auf die Frage ein, wovon der Mensch lebt. Mit Demut und Achtsamkeit sollen wir nicht nur an die irdische Ernährung, sondern auch an die Transzendenz denken und den Weg zu Einfachheit,  und Klasse, Spaß und Anspruchslosigkeit suchen.


 Kirchweih mit Dämmerschoppen und Messdiener-Kicker-Turnier

Nach dem Vorabendgottesdienst zum Kirchweih-Sonntag, der von der Blaskapelle " InTakt " der Feuerwehr Bad Salzschlirf mitgestaltet wurde, waren alle zu einem Dämmerschoppen in unser Pfarrheim eingeladen.

Im Pfarrhof roch es schon verführerisch nach Grillwürstchen, da Andreas Reus und Hilmar Heil den Grill eingeheizt hatten, und schon Würstchen und Brezeln zum Verzehr bereit waren. Im Eingangsbereich lief bereits ein Tischkicker-Turnier, das von Fabian Schüler und den "Minis" organisiert worden war. Prominentester Teilnehmer: Pater Mladen!

Im Pfarrheim-Saal hatten fleißige Helfer Tische dekoriert und Getränke  bereitgestellt. Die Blaskapelle "InTakt " sorgte mit einem Konzert  für Unterhaltung, sodass Stimmung aufkam und mitgesungen wurde. Zum Abschluss hielt Fabian die Siegerehrung des Kickerturniers mit "süssen  Preisen" ab.

 p.s. Es ist schade, dass so wenige zu dem gut vorbereiteten Kirmes-Dämmerschoppen ins Pfarrheim gekommen waren!

 


 Die Vinzentinerinnen verlassen das Bonifatiuishaus

Nach über 120 Jahren verlassen wir, die Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul,  das Kur- und Gästehaus St. Bonifatius in Bad Salzschlirf.Es fällt nicht leicht, nach so langer Zeitgeschichte und nach  langjährigem Dienst der einzelnen Schwestern Abschied zu nehmen. Das Bonifatiushaus ist uns mit seinem schönen Umfeld ein Zuhause geworden. Mitten in der Natur von Wiesen, wunderschönem alten Baumbestand, am Flüsse-Dreieck von Altefeld, Lauter und Schlitz, nahe dem Ortskern und Kurpark gelegen, einschließlich der Mariengrotte,  besaß es einen besonders hohen Stellenwert für viele.

Seit 1898 wurden hier Menschen aus Nah und Fern umsorgt. Viele Gruppen,  Alleinstehende und Ehepaare, kamen und suchten Erholung und Abwechslung aus dem oft grauen Alltag. Ordensleute und Geistliche von Süd und Nord, von Ost und West machten hier Urlaub,  Religiöse Freizeit, Sabbatzeit, Stille Tage oder Exerzitien. Im Winterhalbjahr kamen zusätzlich Gruppen, die an Seminaren verschiedener Art teilnahmen.

Zu Weihnachten und Ostern reichten die Zimmer oft nicht aus, um alle Interessierten aufzunehmen. Man schätzte die familiäre Atmosphäre, die Geborgenheit, die Stille, die hervorragende Verköstigung und die gesunde Luft der Region. Ein Herzstück des Hauses, die Kapelle, hatte für viele eine besondere Anziehungskraft.   Dank an Herrn Pfarrer Karl Ludwig Knapp, der täglich mit Schwestern und Gästen die Hl. Messe dort feierte.

Zur gegebenen Zeit wurden die Jubiläen von Schwestern und Geistlichen gefeiert. Auch Eheleute begingen gerne hier ihre Goldene oder Diamantene Hochzeit.

Im Jahr 1998 fand das 100jährige Jubiläum des Hauses statt. Erzbischof DDr. Johannes Dyba zelebrierte den Festgottesdienst in Konzelebration von Pfarrer Knapp und Pfarrer Modenbach. Weitere Persönlichkeiten aus Kirche und Öffentlichkeit nahmen teil. Der Singkreis St. Vitus umrahmte diese Feierlichkeiten -so wie auch manche andere- mit ihrem hervorragenden Chorgesang. Unser jährliches Sommerfest erhielt durch die Blaskapelle „ InTakt Salzschlirf“  seine besondere Note.

Zu diesem kurzen Rückblick in die Vergangenheit ist anzufügen, dass während der Kriegszeiten des vorigen Jahrhunderts das Haus zum Lazarett umfunktioniert wurde.   

Vor einiger Zeit wurde von der Generalleitung in Fulda entschieden, diese Einrichtung zu veräußern.  Es fand sich ein interessierter Käufer aus der Schweiz, der das Haus mit einer anderen sozialen Aufgabe weiterführen will. So wird das Bonifatiushaus nach Abreise der diesjährigen Weihnachtsgäste im Januar 2019 zunächst geschlossen.

Wir Schwestern werden danach in einen anderen Konvent nach Fulda versetzt. Mehr kann dazu nicht berichtet werden, da vieles sich noch im unsicheren Bereich befindet.

Wir danken allen, die uns in irgendeiner Weise zur Seite standen für das gute Miteinander in den zurückliegenden Jahren: der Geistlichkeit von beiden Kirchen, dem Gemeindevorstand, der Feuerwehr,  allen Geschäftsleuten, Handwerkern, Ärzten, Apotheken, den Nachbarn und Bewohnern von Bad Salzschlirf. Besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern, die in großer Zuverlässigkeit, Treue und Freundlichkeit unseren vinzentinischen Dienst mitgetragen haben.

Das Weggehen von Bad Salzschlirf fällt uns schwer. Doch das Vertrauen auf Gott, der alle Wege mitgeht, gibt uns Zuversicht für unseren künftigen Lebensweg. Mit Gott sind wir auf der sicheren Seite.

Von Herzen wünschen wir allen alles Gute und Gottes Segen.

Sr. Brunhilde Wehner


 Aktion 12. November:

Seit 40 Jahren aktiv

Am 12. November 1978 wurde die Aktion gleichen Namens (nämlich Aktion 12. November) der Katholischen Landjugend Bewegung (KLJB) gegründet. Nach einem Wochenende zum Thema bewussteres Leben – im ökologischen Zusammenhang und mit Blick auf die „Dritte Welt“ - wollten die Teilnehmer nicht nur reden, sondern auch handeln.

Am 18. November 2018 feierte die Aktion im Thomas-Morus-Haus am Buchschirm in Hilders nun ihr 40-jähriges Bestehen. Mit über 330.000,00 € wurden seither verschiedene Projekte in den Ländern des Südens unterstützt. Seit 25 Jahren fließt auch der Gewinn des Fairen Handels unserer Pfarrei in die Aktion ein.

Neben dem leiblichen Wohl und den Gesprächen von alten Zeiten bis zur Gegenwart wurde auch über die aktuellen Projekte - die mit über 10.000,00 € im Jahr gefördert werden – informiert. Anja und Klaus Listmann berichteten über ihren Verein „Burkina Faso macht Schule“, was bisher alles mit Partnern vor Ort geschaffen wurde und welche neuen Projekte anstehen.

Hermann Diel berichtete von den übrigen Projekten (Südafrika, Namibia, Simbabwe), mit denen die Aktion seit vielen Jahren in brieflichem Kontakt steht und die auch schon von Mitgliedern besucht wurden. Der Abschluss dieser „Geburtstagsfeier“ bildete ein Gottesdienst mit Jugendpfarrer Alexander Best und KLJB-Präses Kaplan Michael Sippel.